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Biozid NEWS

Seminare & Tagungen 2018

Die Termine für Herbst 2018 werden in Kürze bekannt gegeben.

Layer of Protection Analysis (LOPA)

 

Die neue EU-Norm 61511-3 (2017) „Funktionale Sicherheit“ beschreibt die Bestimmung von tolerierbarem Risiko sowie „probabilistische“ Methoden zur Analyse und Beherrschung von Risiken bei technischen Verfahren und Anlagen der Prozessindustrie durch entsprechende Schutzsysteme und die Spezifikation ihrer notwendigen Zuverlässigkeit.

 

Probabilistische“ Methoden arbeiten mit Eintrittshäufigkeiten von Auslösern und Ausfallwahrscheinlichkeiten von Schutzsystemen (Probability of Failure on Demand (PFD)). Von den in der EN 61511-3 beschriebenen Methoden erlauben Risikograph-Methode und Layer of Protection Analysis (LOPA) am einfachsten, Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Schutzsystemen (ausgedrückt durch Safety Integrity Level (SIL) für „instrumentierte“ (elektrisch/elektronische) Systeme bzw. Independent Protection Layer (IPL) für mechanische Systeme) zu definieren. Der Vorteil von LOPA gegenüber der Risikograph-Methode liegt in der differenzierten Nachvollziehbarkeit von Risikominderung durch eine bestimmte Schutzeinrichtung.

 

Das Ziel der Risikominderung ist die Einhaltung von Toleranzkriterien, die in der Risiko-Matrix für verschieden schwere Auswirkungen von Schadensereignissen aufzustellen sind. Die EN 61511-3 gibt dazu keine Zahlenwerte.

 

LOPA baut auf einer vom Unternehmen vorgegebenen Risikomatrix und besonders kritischen Einzelszenarien von HAZOP-Studien auf.

 

Die bisher in Deutschland übliche „deterministische“ Betrachtungsweise geht von der „Sicherheitsvermutung“ aus, dass bei Einhaltung einer Vielzahl von Normen und Richtlinien der Stand der Technik erreicht und damit eine zumindest „ausreichende“ Vermeidung von Gefährdungen erreicht wird.

 

Da die klassische Sicherheitstechnik „sektoral“ in Anlagen-&Verfahrenssicherheit, Arbeitssicherheit, Maschinenschutz, Brandschutz, Explosionsschutz, Umweltschutz gegliedert ist, ist eine übergreifende Methodik (HAZOP/PAAG) erforderlich, um auch das Restrisiko jenseits der durch Regelwerke definierten Sicherheitsanforderungen abzudecken.

 

HAZOP geht zunächst nur von der Schwere eines Schadensereignisses aus, lässt sich aber z.B. mit der Risikograph-Methode oder LOPA kombinieren, um Spezifikationen für instrumentierte Systeme (SIL) bzw. für mechanische Schutzeinrichtungen (IPL) zu machen.